Wo bewerben außerhalb der Gastro?

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finchen
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Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Mi Feb 06, 2013 16:54

Hey Ihr Lieben,

Ich hab ein klitzekleines Problem.
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nach meiner Abschlussprüfung zur HoFa in dem Job nicht mehr arbeiten. Meine Ärztin ist der selben Meinung.

Ich muss mich deshalb umorientieren und weiß aber leider nicht wo ich mich bewerben kann.
Ich möchte gern Büroarbeit erledigen und auch viel mit Kunden zutun haben. In der Immobilienbranche z.B.

Da ich leider in einer Kleinstadt wohne gibt es für mich nicht allzu viel Möglichkeiten.
Ich möchte auch gern Sonntags-und Feiertags frei haben in dem neuen Job.

Habt Ihr vllt. noch andere Vorschläge wo und als was ich mich bewerben kann, außerhalb der Gastronomie?!

Würde mich über eure Antworten freuen

LG Josi :)


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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon Sweeteet » Do Feb 07, 2013 14:32

Hallöchen,
also erst mal zu deinem Problem, was heißt du kannst nicht mehr in dem Job arbeiten, ich nehme einfach mal an, dass du derzeit im Service arbeitest??
Es gibt doch auch noch andere Jobs im Hotel z.B. an der Rezi, da hast du auch einen Teil Büroarbeit und hast trotzdem viel Gästekontakt.
Ansonsten könntest du auch in anderen Firmen am Empfang arbeiten. Einfach mal umhören bei dir in der Stadt!
Je mehr Ecken und Kanten ein Diamant hat, um so mehr funkelt und strahlt der Stein; so sollten wir uns auch sehen...

Wir mögen Menschen wegen ihrer Qualitäten, doch lieben wir sie wegen ihrer Fehler...

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon Mone88 » Fr Feb 08, 2013 11:05

Hallo!
Erstmal schade dass du nicht in dem Beruf weitermachen kannst bzw willst.
Was Rezeption betrifft hast du ja auch keine Wochenende und Feiertage somit scheidet das aus.
Was mir jetzt einfällt wären Empfangsjobs aber nicht im Hotel sondern zb bei Unternehmen die Sekretariatstätigkeiten mit übernehmen.
Immobilienbranche ist bestimmt interessant aber geregelte Arbeitszeiten glaub ich findest du da auch nicht.
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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Fr Feb 08, 2013 17:07

Hey,

ich bin auch "Aussteigerin" und kann dir deswegen vllt. ein paar Tips geben. Dies sind alles Erfahrungen aus meiner Bewerbungsphase:

-> Autovermieter wie Sixt, Enterprise etc. haben vorne einen Counter, bei denen die Autos rausgegeben werden. Das Gehalt schwankt bei den Firmen und liegt zwischen 1400 und 1700 Brutto. Du hast geregeltere Arbeitszeiten, arbeitest aber auch mal bis 19 Uhr und Samstag. Du stellst Vermietungsverträge aus, begrüßt die Kunden, checkst die Zurückgegebenen Autos auf Macken und Kratzer und gibst Autos aus. Manchmal musst du die Autos waschen lassen oder in andere Filialen fahren

-> Autohäuser haben ebenfalls einen Empfang, die Aufgaben sind vergleichbar, du nimmst Aufträge an, gibst Leihautos raus, holst Kunden ab... Das Gehalt schwankt auch hier zwischen den Unternehmen, ich habe mich bei Porsche, BMW, Audi und VW beworben und kann dir sagen, dass mir zwischen 1600,- und 2000,- Brutto geboten wurden.

-> Alle größeren Firmen haben ebenfalls einen Empfang. Du übernimmst hier einfache Sekräteriatsaufgaben, wie Postbearbeitung, Telefon etc. Hier gibts die besten Arbeitszeiten überhaupt, meistens waren es 8-17 Uhr. Der Verdienst ist dafür geringer...

-> wurde schon genannt: Immobilien.
Sehr interessanter Arbeitsbereich, du hast viel Kundenkontakt und sitzt nicht nur im Büro rum, sondern hast viele Besichtigungen. Nachteil: Viele Büros haben heute schon länger geöffnet. Dafür arbeitest du auf Provisionsbasis.


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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Fr Feb 08, 2013 18:17

Hey,

Erstmal vielen vielen Dank für eure Lieben Antworten.
was heißt du kannst nicht mehr in dem Job arbeiten, ich nehme einfach mal an, dass du derzeit im Service arbeitest??
Bei uns ist es so, wenn man als HoFa in einem Hotel arbeitet kann man sich seine Stelle nicht aussuchen. Man wird jeden Tag woanders reingesteckt. Also die Rezeptionistin muss dann in Ihrer Spätschicht auch in den Service, bei dem Frühdienst auch beim Frühstück helfen und mit auf Etage. Es ist nur ein Bsp. und das ist in JEDEM Hotel hier so, deswegen brauch ich mich auch nicht mehr in der Gastronomie bewerben weil ich weder auf Etage noch im Service arbeiten kann.

@ NoName:
Danke für deine Antworten. Darf ich Fragen wo du jetzt genau arbeitest und als was? War der Ausstieg für dich leicht oder hast du sehr viele Absagen bekommen?
Ich möchte ungern noch eine Zweitausbildung machen deswegen hoffe ich auf eine Chance außerhalb der Gastro.

Viele Liebe Grüße
Josi

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Fr Feb 08, 2013 20:19

Also wenn du sagst, dass diese Zustände bei euch in der Gegen überall so sind (was ich mir aber nicht vorstellen kann), hast du dann schon mal überlegt, die Region zu wechseln? Bist du sehr heimatgebunden oder offen für neue Städte? Es müssen ja nicht gleich 200km sein, die nächste Großstadt tut's bestimmt auch.

Zurück zu mir:
Der Ausstieg selber war einfach.
Für Branchenfremde sieht das Berufsbild einer Hofa so aus: Immer freundlich, immer hübsch, kann tausend Dinge gleichzeitig, spricht ein Duzent Fremdsprachen, kann sehr gut mit Kunden umgehen und hat harte Arbeitszeiten hinter sich, dh, sie weiß zu arbeiten.

Es gibt Autohäuser die wirklich direkt Hotelfachleute suchen. Ich weiß nicht, ob ich hier Namen nennen darf?! Die schreiben in ihre Stellenausschreibung rein, das Hotelfachleute bevorzugt behandelt werden. Der Grund ist einfach, wir sind leicht anzulernen und verstehen schnell ein neues system, wir sind ordentlich und halten den Laden sauber, und ganz wichtig: wir können alleine Beschwerden etc. managen.

Ich arbeite bei einem Premium Autohersteller am Empfang. Mein erster Arbeitstag war die Hölle... Es war ein Montag, auf dem Tisch im Empfangsbereich waren eingetrocknete Kaffeeränder, die Tassen standen mit dem Henkel kreuz und quer, die Zeitschriften waren auf den Tisch geklatscht, die Ettiketten der Verkaufsgegenstände standen nicht zur Seite, mein Tisch war klebrig, die Tastatur voller Staub, die Stühle standen quer Beet... Ein schrecklicher erster Eindruck. Da wusste ich, wieso ich da bin. Dann ging es weiter.. Die Kollegin ging ans Telefon und klang alles andere als freundlich. Unser Serviceberater am NAchbartisch hatte eine Kunden mit einer Beschwerde wegen einem falsch eingebauten Teil vor sich stehen, er selber saß anstatt mit ihm auf Augenhöhe zu kommunizieren und sagte patzig zum Kunden "ach geh mir nicht auf'n Sack...". Wenn ein neuer Kunde ins Autohaus kam und sich umschaute, ging kein Verkäufer zu ihm und fragte, ob er behilflich sein kann...

An viele Dinge muss man sich als Hofa einfach gewöhnen, natürlich muss es nicht überall so laufen, aber selbst wenn ich mit meinem Auto zur Werkstatt fahre erschrecke ich mich vor dem "Service"...

Ich verdiene ganz gut, aber mir fehlt das Trinkgeld. Schon komisch, ständig zur Bank zu laufen...
Die Arbeitszeiten sind auch nicht mein Ding, ich arbeite von 9-18 Uhr. Wie ätzend... Kommst nach Hause, gehst schnell einkaufen, kochst etwas, schaust kurz TV und zack: Ab ins Bett. Samstags sind die Innenstädte überfüllt und Sonntags langweilt man sich. Musst du zum Arzt, musst du Urlaub einreichen.

Nebenher arbeite ich schon wieder in der Gastro. Es ist halt wie 'ne Sucht. Manchmal muss man austeigen, um festzustellen, wie sehr man es liebt ;)

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Fr Feb 08, 2013 21:20

Also wenn du sagst, dass diese Zustände bei euch in der Gegen überall so sind (was ich mir aber nicht vorstellen kann), hast du dann schon mal überlegt, die Region zu wechseln? Bist du sehr heimatgebunden oder offen für neue Städte? Es müssen ja nicht gleich 200km sein, die nächste Großstadt tut's bestimmt auch.
Ich bin wegen meinem Männe von Leipzig in eine Kleinstadt gezogen :wink: Wir wollen uns hier was aufbauen und deswegen kommts einfach nicht in Frage von hier weg zuziehen, weil er auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat und seinen Job sicher hat.

Find es aufjeden Fall schön das es bei dir so leicht war und du nun einen guten Job gefunden hast, auch wenn du nicht ganz damit zufrieden bist.

Gegen die Arbeitszeiten an sich habe ich ja nichts, aber ich möchte wenn dann schon Sonntags und evtl. Feiertags Frei haben. Weil ich hatte die letzten 3 Jahre kaum Sonntag, geschweige denn Feiertags Frei. Und ich möchte gern Weihnachten mal wieder mit meiner Familie verbringen. Ist vllt. auch verständlich.

Ich werd mich mal bei AVIS und Autohäusern bewerben und bei den großen Immobilienhäusern hier, vllt.habe ich ja eine Chance und die entscheiden sich für mich :mrgreen:

Okay, dein 1. Arbeitstag war ja nicht grad toll. Und "nette" Kollegen die du hast :( So würde ich niemals mit den Kunden umgehen, ist ja schrecklich :(

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Fr Feb 08, 2013 21:52

Ich wünsche dir viel Erfolg ;)

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Fr Feb 08, 2013 22:33

Hast du vllt. noch ein paar Tipps was ich in meine Bewerbung reinschreiben kann?
Ich sitz seit paar Tagen dran und weiß einfach nicht weiter. Bin mir auch unsicher ob ich schreiben soll das ich aus gesundhtl. gründen den job nicht mehr ausüben kann. :(

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon Sweeteet » Sa Feb 09, 2013 4:15

Hallöchen nochmal!
Also erst mal muss ich NoName ein bisschen Recht geben:
Ich verdiene ganz gut, aber mir fehlt das Trinkgeld. Schon komisch, ständig zur Bank zu laufen...
Die Arbeitszeiten sind auch nicht mein Ding, ich arbeite von 9-18 Uhr. Wie ätzend... Kommst nach Hause, gehst schnell einkaufen, kochst etwas, schaust kurz TV und zack: Ab ins Bett. Samstags sind die Innenstädte überfüllt und Sonntags langweilt man sich. Musst du zum Arzt, musst du Urlaub einreichen.


Es mag vielleicht nicht immer superschön sein, wenn man in der Gastronomie arbeitet, aber man weiß doch eigentlich, dass man vieles selbstständig macht oder zumindest gelernt hat, in ner gewissen Weise mit Stress umzugehen und über vieles kann man hinweg sehen und drüber lächeln oder?! Und es stimmt wirklich mit dem Einkaufen und dem Fernsehen, diese Eintönigkeit ist nicht was für jeden, der nur ein paar bessere Arbeitszeiten haben möchte...

Also um nochmal zum Thema zu kommen; bei der Immobilienbranche kann ich mich nur anschließen, dass es auch dort oft längere oder flexiblere Arbeitszeiten gibt, da die meisten ja nach Feierabend ihr zu erwerbendes Gut besichtigen und tja zu Autohäusern kann ich gar nicht viel sagen, ich denke mal, umso größer der Laden, umso mehr verschiedene Dienste gibt es auch!

Probier was aus und halt uns auf dem Laufenden, wenn du magst.

Und noch was, wenn du das mit den gesundheitlichen Gründen in die Bewerbung schreibst kann das ein schlechtes Licht auf dich werden, also umschreib es einfach und schreib, dass du dich gerne umorientieren möchtest und auf diesem Wege die Chance nutzen möchtest, dich bei denen zu bewerben so würd ich das angehen.

Viel Glück!
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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Sa Feb 09, 2013 11:34

Poste deine bewerbung doch mal, dann können wir zusammen ein bisschen basteln

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Mo Feb 11, 2013 22:28

Hey Ihr Lieben,

Ich freu mich richtig das Ihr mir so helft :D
Ich hab jetzt mal ne Bewerbung zusammengebastelt und ich hoffe Ihr habt noch neue Ideen.

Bewerbung für einen Empfangs-/Sekretariats-oder Büroposten


Sehr geehrte Damen und Herren,
Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im 3.Lehrjahr und möchte mich aus persönlichen Gründen umorientieren. Deswegen nutze ich jetzt die Chance, mich in Ihrem bekannten Unternehmen zu bewerben.
Ein wesentliches Merkmal meiner Arbeitsweise ist die Dienstleistungsorientierung.

Meine offene, kontaktfreudige und freundliche Art macht es mir leicht, auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Auch bei großem Arbeitsanfall oder in schwierigen Situationen bewahre ich Ruhe und Sachlichkeit. Meine Vorgesetzten, Kollegen und die Gäste unseres Hauses schätzen meine Hilfsbereitschaft, meine Sorgfalt und meine Flexibilität. Ich arbeite gerne im Team wie auch eigenständig, packe tatkräftig mit an und kann mich rasch auf wechselnde Aufgaben einstellen. Belastbarkeit, Einsatzfreude und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Kunden runden mein persönliches Profil ab. Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Diskretion, Pflichtbewusstsein sowie ein gepflegtes, ansprechendes Äußeres sehe ich als selbstverständliche Voraussetzungen.

In der bisherigen Zeit meiner Ausbildung waren meine Aufgabengebiete am Empfang unter anderem die Kassenführung, Tagesabschlüsse sowie Abrechnungen, Beschwerdemanagement, die Vermittlung von Dienstleistungen und administrative Tätigkeiten zu meinem Berufsalltag. Ich verfüge über gute Kenntnisse im Umgang mit dem PC Programmen Word und Excel, sowie Power-Point und dem MS-Office-Paket.

Ich hoffe, ich konnte Sie mit meiner Bewerbung überzeugen und verbleibe daher
Mit freundlichen Grüßen
J.S

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Do Feb 14, 2013 15:08

Also ich finde die Art und Weise, wie du dich in deiner Bewerbung vorstellst, überspitzt gesagt "zu toll".
Wenn im Text Wörter fehlen, habe ich sie dir direkt rot reingeschrieben. Alles, was in Klammern steht, sind Anmerkungen und Tips von mir und alles, was grün markiert ist, erkläre ich dir gleich ;)
Bewerbung für einen Empfangs-/Sekretariats-oder Büroposten
hier ist erstmal die Frage, welche Stellenbezeichnung das Unternehmen verwendet. "Büroposten" kann ich mir da absolut nicht vorstellen. Vielleicht hättest du uns auch mal verraten sollen, auf welche Stelle bzw welche Anzeige du dich hiermit bewerben möchtest. Autohaus? Empfang einer Firma? Sekretariat? Den das verstehe ich weder als diejenige, die dir helfen will, noch als Leser


Sehr geehrte Damen und Herren, Wenn du die Bewerbung abschickst, musst du unbedingt vorher den Ansprechpartner rausfinden!
Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im 3.Lehrjahr und möchte mich aus persönlichen Gründen im Anschluss an die Ausbildung umorientieren (Das "nach der Ausbildung" solltest du unbedingt erwähnen, so klingt es nämlich, als würdest du JETZT abbrechen wollen). Deswegen nutze ich jetzt die Chance, mich in Ihrem bekannten Unternehmen (schleim, schleim... "bekanntes Unternehmen". Der Leser merkt sofort, dass du dich mit dem Unternehmen nicht auseinander gesetzt hast und dir überlegt hast, dass "bekannt" immer gut klingt. Raus damit, und lass dir etwas einfallen, was aus der Masse der Bewerbungen heraussticht!) zu bewerben.
Ein wesentliches Merkmal meiner Arbeitsweise ist die Dienstleistungsorientierung.

Meine offene, kontaktfreudige und freundliche Art macht es mir leicht, auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Auch bei großem Arbeitsanfall oder in schwierigen Situationen bewahre ich Ruhe und Sachlichkeit. Meine Vorgesetzten, Kollegen und die Gäste unseres Hauses schätzen meine Hilfsbereitschaft, meine Sorgfalt und meine Flexibilität. Ich arbeite gerne im Team wie auch eigenständig, packe tatkräftig mit an und kann mich rasch auf wechselnde Aufgaben einstellen. Belastbarkeit, Einsatzfreude und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Kunden runden mein persönliches Profil ab. Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Diskretion, Pflichtbewusstsein sowie ein gepflegtes, ansprechendes Äußeres sehe ich als selbstverständliche Voraussetzungen. (Bedenke, dass "Kontakte knüpfen" und "ein offenes Ohr" sehr nach Tratschtante und Privatgespräche während der Arbeitszeit klingen!)

In der bisherigen Zeit meiner Ausbildung waren meine Aufgabengebiete am Empfang unter anderem die Kassenführung, Tagesabschlüsse sowie Abrechnungen, Beschwerdemanagement, die Vermittlung von Dienstleistungen und administrative Tätigkeiten zu meinem Berufsalltag (Lies dir diesen Satz noch 10 mal durch und finde den Fehler! Davon abgesehen klingt es, als wärst du in 3 Jahren nur an der Rezi gewesen. Selbst wenn die anderen Abteilungen für den neuen Job nicht relevant sind, solltest du erwähnen, dass du während deiner Ausbildungszeit "unter anderem" am Empfang warst. Und zu den Empfangsaufgaben fallen mir noch viele weitere Dinge ein, die du bei einem Branchenwechsel nennen könntest. Schau dir mal auf der Homepage der Arbeitsagentur die Berufsbeschreibung einer Empfangskraft an und suche parallelen zu deinem neuen Job!) . Ich verfüge über gute Kenntnisse im Umgang mit dem PC Programmen Word und Excel, sowie Power-Point und dem MS-Office-Paket (Word, Excel und PP SIND schon das MS Office Paket. Dein Satz ist also Doppeltgemoppelt).

Ich hoffe, ich konnte Sie mit meiner Bewerbung überzeugen (negativ! Ein "Ich hoffe"/"Ich glaube"/"ich würde mich freuen..." klingt in einer Bewerbung und auch grundsätzlich sehr negativ und wenig selbstbewusst. Wenn du schreibst "Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch" klingt es hingegen "schwungvoller" und zeigt Selbstbewusstsein!) und verbleibe daher
Mit freundlichen Grüßen
So, du siehst sehr viel grün...
Also, was grün ist, sind deine Softkills, mit denen du ja punkten willst. Also Eigenschaften und Fähigkeit, mit denen du dich von der Masse abheben willst.
Das Ding ist nur, dass du zu viel davon erwähnst! Weniger ist mehr.
Und davon abgesehen nennst du viele überflüssiger Sachen. Überflüssig in dem Sinne, dass sie wirklich eine Selbstverständlichkeit sind.
BSP: Hilfsbereitschaft, Teamarbeit, Selbstständiges Arbeiten.

Ich kann dir da auch nur den TIP mit der Seite der Arbeitsagentur geben. Bei den Berufsprofilen findest du links eine Spalte über Eigenschaften und Fähigkeiten. Da stehen viele nützliche Sachen drin, die auch nicht in jeder Bewerbung stehen!

Und jetzt noch aus Sicht des Personalers:
Deine Bewerbung ist nett geschrieben, aber eben nicht mehr. Sie hebt sich nicht ab, du zeigst keinerlei kreativität und selbstbewusstsein, denn alle Softkills, die du nutzt, sind 0815. Du schreibst nichts zum Unternehmen und erklärst deinen Berufswechsel nicht.
Bei mir wärst du nicht weiter gekommen ;)

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon NoName*w* » Do Feb 14, 2013 15:09

Also ich finde die Art und Weise, wie du dich in deiner Bewerbung vorstellst, überspitzt gesagt "zu toll".
Wenn im Text Wörter fehlen, habe ich sie dir direkt rot reingeschrieben. Alles, was in Klammern steht, sind Anmerkungen und Tips von mir und alles, was grün markiert ist, erkläre ich dir gleich ;)
Bewerbung für einen Empfangs-/Sekretariats-oder Büroposten
hier ist erstmal die Frage, welche Stellenbezeichnung das Unternehmen verwendet. "Büroposten" kann ich mir da absolut nicht vorstellen. Vielleicht hättest du uns auch mal verraten sollen, auf welche Stelle bzw welche Anzeige du dich hiermit bewerben möchtest. Autohaus? Empfang einer Firma? Sekretariat? Den das verstehe ich weder als diejenige, die dir helfen will, noch als Leser


Sehr geehrte Damen und Herren, Wenn du die Bewerbung abschickst, musst du unbedingt vorher den Ansprechpartner rausfinden!
Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im 3.Lehrjahr und möchte mich aus persönlichen Gründen im Anschluss an die Ausbildung umorientieren (Das "nach der Ausbildung" solltest du unbedingt erwähnen, so klingt es nämlich, als würdest du JETZT abbrechen wollen). Deswegen nutze ich jetzt die Chance, mich in Ihrem bekannten Unternehmen (schleim, schleim... "bekanntes Unternehmen". Der Leser merkt sofort, dass du dich mit dem Unternehmen nicht auseinander gesetzt hast und dir überlegt hast, dass "bekannt" immer gut klingt. Raus damit, und lass dir etwas einfallen, was aus der Masse der Bewerbungen heraussticht!) zu bewerben.
Ein wesentliches Merkmal meiner Arbeitsweise ist die Dienstleistungsorientierung.

Meine offene, kontaktfreudige und freundliche Art macht es mir leicht, auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Auch bei großem Arbeitsanfall oder in schwierigen Situationen bewahre ich Ruhe und Sachlichkeit. Meine Vorgesetzten, Kollegen und die Gäste unseres Hauses schätzen meine Hilfsbereitschaft, meine Sorgfalt und meine Flexibilität. Ich arbeite gerne im Team wie auch eigenständig, packe tatkräftig mit an und kann mich rasch auf wechselnde Aufgaben einstellen. Belastbarkeit, Einsatzfreude und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Kunden runden mein persönliches Profil ab. Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Diskretion, Pflichtbewusstsein sowie ein gepflegtes, ansprechendes Äußeres sehe ich als selbstverständliche Voraussetzungen. (Bedenke, dass "Kontakte knüpfen" und "ein offenes Ohr" sehr nach Tratschtante und Privatgespräche während der Arbeitszeit klingen!)

In der bisherigen Zeit meiner Ausbildung waren meine Aufgabengebiete am Empfang unter anderem die Kassenführung, Tagesabschlüsse sowie Abrechnungen, Beschwerdemanagement, die Vermittlung von Dienstleistungen und administrative Tätigkeiten zu meinem Berufsalltag (Lies dir diesen Satz noch 10 mal durch und finde den Fehler! Davon abgesehen klingt es, als wärst du in 3 Jahren nur an der Rezi gewesen. Selbst wenn die anderen Abteilungen für den neuen Job nicht relevant sind, solltest du erwähnen, dass du während deiner Ausbildungszeit "unter anderem" am Empfang warst. Und zu den Empfangsaufgaben fallen mir noch viele weitere Dinge ein, die du bei einem Branchenwechsel nennen könntest. Schau dir mal auf der Homepage der Arbeitsagentur die Berufsbeschreibung einer Empfangskraft an und suche parallelen zu deinem neuen Job!) . Ich verfüge über gute Kenntnisse im Umgang mit dem PC Programmen Word und Excel, sowie Power-Point und dem MS-Office-Paket (Word, Excel und PP SIND schon das MS Office Paket. Dein Satz ist also Doppeltgemoppelt).

Ich hoffe, ich konnte Sie mit meiner Bewerbung überzeugen (negativ! Ein "Ich hoffe"/"Ich glaube"/"ich würde mich freuen..." klingt in einer Bewerbung und auch grundsätzlich sehr negativ und wenig selbstbewusst. Wenn du schreibst "Ich freue mich über Ihre Einladung zu einem persönlichen Gespräch" klingt es hingegen "schwungvoller" und zeigt Selbstbewusstsein!) und verbleibe daher
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So, du siehst sehr viel grün...
Also, was grün ist, sind deine Softskills, mit denen du ja punkten willst. Also Eigenschaften und Fähigkeit, mit denen du dich von der Masse abheben willst.
Das Ding ist nur, dass du zu viel davon erwähnst! Weniger ist mehr.
Und davon abgesehen nennst du viele überflüssiger Sachen. Überflüssig in dem Sinne, dass sie wirklich eine Selbstverständlichkeit sind.
BSP: Hilfsbereitschaft, Teamarbeit, Selbstständiges Arbeiten.

Ich kann dir da auch nur den TIP mit der Seite der Arbeitsagentur geben. Bei den Berufsprofilen findest du links eine Spalte über Eigenschaften und Fähigkeiten. Da stehen viele nützliche Sachen drin, die auch nicht in jeder Bewerbung stehen!

Und jetzt noch aus Sicht des Personalers:
Deine Bewerbung ist nett geschrieben, aber eben nicht mehr. Sie hebt sich nicht ab, du zeigst keinerlei kreativität und selbstbewusstsein, denn alle Softskills, die du nutzt, sind 0815. Du schreibst nichts zum Unternehmen und erklärst deinen Berufswechsel nicht.
Bei mir wärst du nicht weiter gekommen ;)

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Re: Wo bewerben außerhalb der Gastro?

Beitragvon finchen » Fr Feb 15, 2013 15:29

@ NoName:

Ich danke dir für deine Tipps und schreib die bewerbung um.

habe mal bei einer autovermietung das "profil" rausgesucht was man so mitbringen muss:

Sie haben eine kaufmännische oder kundenbezogene Ausbildung?>>HoFa ;-)
Sie bringen erste Erfahrung in der Dienstleistungsbranche mit?
Sie sind ein Teamplayer mit positiver Ausstrahlung?>> Ja :-)
Sie haben Spaß am Umgang mit anspruchsvollen Kunden?>>Natürlich ;-)
Sie sprechen gutes Englisch?>>eigtl.nicht so :-(
Sie begeistern sich für Autos und besitzen einen PKW-Führerschein?>> Eines meiner Hobbys ist Autotechnik und Tuning, aber besitze noch keinen Führerschein, hat bisher finanziell einfach nicht geklappt :cry:

Was meinst du, ob ich mich da einfach mal bewerben soll? In der Stellenanzeige war meine Stadt zwar nicht aufgeführt, aber ich kann es ja trotzdem mal probieren, oder was meinst du? Ich bin eher so der Typ, ich schick überall Bewerbungen hin und warte auf ne Antwort. War damals nach meinem Realschulabschluss genau so :D

Was ich auch gelesen habe ist, das die Bundesagentur für Arbeit Initiativbewerbungen annimmt. "Geben Sie Ihre Vorstellungen möglichst konkret an und stellen Ihr Profil ausführlich dar."
Was hälst du davon?



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