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» Franzözische Weine

1.5 Französische Weine

1.5.1 Weinbauzonen in Europa
1.5.2 Anbaugebiete
1.5.3 Die französischen Weinetiketten
1.5.4 französische Rebsorten

1.5.1 Weinbauzonen in Europa

  1. Deutsche Weinanbaufläche (außer Baden=B)
  2. Frankreich
  3. Südfrankreich, Spanien

 => Chancengleichheit der Winzer (Mostgewicht verhält sich in unterschiedlichem Klima anders.)


1.5.2 Anbaugebiete

In Frankreich sind "Verschnittweine" erlaubt, d.h. es müssen keine artreinen Weine sein. Daher wird oft der Name des Winzers oder des Weinguts zum Namen des Weines, ohne Angabe einer Rebsorte.

1. das Burgund / die Bourgogne

weltberühmte Rotweine, typisch ist der Pinot noir (blauer Spätburgunder)

Untergebiete
Gebiet Besonderes, typische Weine
Chablis auch Weißweine wie Chablis (Chardonnay)
Côte d`or  
Chalon auch Côte chalonnaise genannt
Mâcon auch Côte mâconnaise

2. das Bordeaux

weltberühmte Rotweine, aber auch 40% Weißweine

Untergebiete
Gebiet Besonderes, typische Weine
Médoc Hâute Médoc
Graves auch Weißweine
Sauternes berühmte Dessertweine (Château Yquem), auch Weißweine
Entre-deux-mers auch Weißweine
St. Emilion  
Pomerol  

3. weitere Anbaugebiete

Gebiet Untergebiet typische Weine
Beaujolais   Beaujolais (Gamay-Traube)
Elsaß-Jura-Savoyen   schlanke, hohe Flasche, Riesling, Gewürztraminer, Edelzwicker, Strohweine
Rhône-Tal Hermitage Châteuneuf-du-pape
Provence/Korsika   Land- und Tafelweine: frisch, jung, preiswert,
nicht für gehobene Gastronomie
Loire-Tal Muscadet
Anjou
Sancerre (Stadt, Traube: Sauvignon blanc), auch Weißweine
Südwesten Frankreichs Bergerac
Chaors
Galliac
Bergerac (weiß, rot, rosé)
Cahors (rot)
Gaillac (weiß, rot, rosé)
kein zusammenhängendes Gebiet
Languedoc-Roussillon   Tafel-, Land- und V.D.Q.S-Weine; nicht für Gastronomie
=> zu südlich, zu schwere Weine bzw. zu früh geerntet
Champagne   Wein wird zu Champagner weiterverarbeitet
Charente   Wein wird zu Cognac weiterverarbeitet
Gascogne   Wein wird zu Armagnac weiterverarbeitet

1.5.3 Die französischen Weinetiketten

vin de table (Tafelwein)
Diese Weine tragen meist einen Marken-/ Phantasienamen. Der garantiert einen immer gleichbleibenden Geschmack. Denn diese Weine dürfen aus mehreren Anbaugebieten miteinander verschnitten werden. Sie sind aber als französische Weine gekennzeichnet.
vin de pays (Landwein)
Qualitativ höchste Stufe des Tafelweins. Er darf nicht mit Weinen anderer Anbaugebiete verschnitten werden. Rebsorten, Hektarertrag und Produktionsgebiete sind gesetzlich festgelegt. Strenge Qualitätskontrollen.
V.D.Q.S (Appellation d'origin von délimité de qualité supérieure - wie unser Q.b.A. Wein)
Weine gehobener Qualität aus exakt bestimmten Anbaugebieten. Traubensorten und Hektarerträge sind festgelegt. Sie tragen meist den Namen des Winzers oder des Weinguts.
A.O.C. (Appellation d'origin controlée )
ist eine Mischung aus unserem Q.b.A und unserem Q.m.P., also ein besserer Q.b.A Wein, da die Franzosen keine Prädikatsstufen haben. Genaue geographische Lage, Rebsorten, Mindestalkohol, höchste zulässige Hektarerträge, Weinanbau- und Weinbereitungsmethoden sind genau festgelegt.

Es gibt in Frankreich keine Prädikatsstufen. Will man seinen Wein trotzdem von anderen abheben, so besteht die Möglichkeit folgende Zusätze auf dem Etikett zu vermerken:

Beaujolais primeur


1.5.4 französische Rebsorten

Weiße Rebsorten

Rote Rebsorten